Taufe

Die Taufe ist der Ritus der Aufnahme in die christliche Gemeinde. Er wird durch Begießen des Kopfes mit Wasser oder Untertauchen vollzogen.

Rituelle Handlungen mit Wasser sind auch aus anderen Religionen bekannt, wo sie der Reinigung dienen bzw. den Charakter des Neuanfangs haben. Dem Aufnahmeritus der Taufe entspricht im Judentum die Beschneidung.

Spätestens seit dem 3. Jahrhundert hat sich die Praxis der Kindertaufe durchgesetzt. In der Taufe wendet sich Gott Menschen zu, ohne Vorbedingungen zu stellen. Die Taufe ist Geschenk Gottes. Und dieser Geschenkcharakter kommt am anschaulichsten in der Säuglingstaufe zum Ausdruck. Denn der Mensch kann von sich aus nichts zu seinem Heil tun. Wird ein Säugling getauft, so bekennen Eltern und Paten/Patinnen gleichsam stellvertretend den christlichen Glauben. Zugleich verpflichten sie sich, dafür zu sorgen, dass der Täufling in diesen Glauben hineinwächst und ihn in der Konfirmation schließlich eigenständig bekennt.

Es gibt nur eine Taufe

Während etwa die Baptisten die Säuglingstaufe für unbiblisch halten und nur Erwachsene taufen, ist es in der evangelischen und der katholischen Kirche sowie bei Orthodoxen und Anglikanern üblich, dass sowohl Säuglinge und Kinder als auch Erwachsene getauft werden. Das Sakrament der Taufe ist das grundlegende Band der Einheit unter den Christen.

Das Grundverständnis der Taufe ist so groß, dass nicht von katholischer oder evangelischer, sondern nur von der Taufe die Rede ist (anders beim Abendmahl). Die Taufe markiert somit die Aufnahme in die eine christliche Kirche. Diese verwirklicht sich nach evangelischem Verständnis nicht in einer Kirche allein. Der Getaufte gehört als Glied am Leib Christi zugleich auch einer Kirche an. Wechselt er in eine andere Kirche, bleibt die Taufe davon unberührt. Sie ist einmalig und unwiederholbar.


http://ekd.de/glauben/abc/taufe.html

http://www.dbk.de/de/kirche-a-z

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